Gelbbrustaras - anspruchsvolle Schönheiten

19.03.2026 - Lesedauer: 3 Minuten

Zwei bunte Blau-Gelb-Aras sitzen auf einem Ast in einem natürlichen grünen Umfeld.

Wer sich Gelbbrustaras nach Hause holt, nennt einen der farbenprächtigsten Papageien sein eigen, hat aber auch Tiere, die von seinem Besitzer sehr viel Zuwendung, Wissen und Erfahrung einfordert. Schliesslich handelt es sich bei Gelbbrustaras um exotische Wildtiere mit grossen Ansprüchen an ihren neuen Besitzer und einer sehr langen Lebenserwartung.

In Südamerika zu Hause

Die Gelbbrustaras (Ara ararauna) gehören zur Familie der Papageien (Psittacidae) und hier zur Gattung der Aras. Die Lebensräume der Gelbbrustaras befinden sich hauptsächlich entlang von Flussläufen und Sumpfgebieten im gesamten tropischen Regenwald Südamerikas. Ein Gelbbrustara erreicht eine Länge von 80 bis 90 Zentimetern. Das Gewicht dieser Papageien beträgt bis etwa 1,280 Gramm. Sie werden ca. 35-40 Jahre alt. Es gab auch schon Exemplare, die bis zu 100 Jahre alt wurden.

Farbenfrohes Porträt

Gelbbrustaras besitzen ein strahlend blau-gelbes Gefieder. Der Bauch, die Brust, der seitliche Halsbereich und die Ohrdecken sind zitronen- bis orangegelb gefärbt. Der gesamte Rücken ist hellblau. Die Stirn weist eine olivgrüne Färbung auf. Die bis auf einige markante schwarze Federlinien nackten Wangen sind weiss, können sich bei Erregung aber auch rosarot verfärben. Gelbbrustaras besitzen einen schwarzen Kehlfleck, der am Rand oft durch olivgrüne Federn begrenzt wird. Die Schwung- und Schwanzfedern sind oben hellblau, unten goldgelb gefärbt. Der Schnabel des Gelbbrustaras ist „aratypisch“ sehr kräftig und von tiefschwarzer Farbe. Die Iris ist bei Altvögeln elfenbeinfarben, bei Jungtieren ist sie dunkel.

Gelbbrustaras immer mindestens paarweise

Wenn du Gelbbrustaras artgerecht halten willst, solltest du dich unbedingt für ein Paar entscheiden. Bei Arapaaren in ansprechend gestalteten Volieren kannst du Verhaltensbeobachtungen machen, die bei der Einzelhaltung in Käfigen praktisch nie vorkommen. Allein Einzeln gehaltene Tiere entwickeln dagegen sehr oft schwere Verhaltensstörungen. Gelbbrustaras sind überdies sehr intelligent, anspruchsvoll und durchaus fordernd. Zahme Tiere sind sehr liebebedürftig, reagieren auf Ansprache, lassen sich gern kraulen und bespielen und zeigen sich durchaus eifersüchtig, sowohl auf Artgenossen als auch auf ihren Menschen.

Aus Tierschutzgründen rät der Schweizer Tierschutz STS von der privaten Ara-Haltung ab. Der Platzbedarf für eine tiergerechte Ara-Haltung ist immens und kann von privaten Haltern meistens nicht erfüllt werden. Die Haltung von Aras ist äusserst anspruchsvoll und bewilligungspflichtig. Vor dem Kauf von Aras muss ein Sachkundekurs (SKN) absolviert werden. Zudem muss ein Gesuch an das kantonale Veterinäramt des Wohnsitzkantons gestellt werden und gezeigt werden, dass alle gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen in Bezug auf Haltung, Pflege und Erwerb erfüllt werden können. Wenn du beabsichtigst Aras zu halten, wende dich für weitere Informationen an das kantonale Veterinäramt deines Wohnkantons.

Abwechslung auf dem Speisezettel

Die Grundnahrung der Gelbbrustaras besteht zu etwa 50 Prozent aus Obst und Gemüse. Die andere Hälfte sollte sich aus Sämereien und gekeimten Körnern (vor allem Sonnenblumenkörnern) zusammensetzen. Ausserdem komplettieren Pellets und andere Ergänzungsfuttermittel wie beispielsweise Mais, gekochte Hülsenfrüchte, gekochte Kartoffeln und tierisches Eiweiss das Angebot. Nüsse können ab und zu als Leckerei angeboten werden. Dein Fressnapf-Markt hält stets eine grosse Auswahl an Papageienfutter bereit.

Da die Flügelspannweite der Gelbbrustaras bei 80 bis 90 Zentimetern liegt, benötigen sie einen grossen Freiraum und haben ein Bedürfnis auf regelmässigen Freiflug. Ideal sind eine Aussen- und Innenvoliere, die durch eine entsprechend breite Öffnung miteinander verbunden sind. Beide Volieren sollten Baumwurzeln, Naturäste und viel Beschäftigungsmaterial enthalten, damit die Tiere klettern, nagen und spielen können. Viele Gelbbrustaras baden überdies sehr gern.

Ein Grosspapageienpaar braucht eine Innenvoliere von mindestens 10 m2 Fläche bei einem Volumen von mindestens 30 m3. Die Voliere sollte idealerweise 8 bis 10 Meter Länge aufweisen, um den Vögeln echtes Fliegen zu ermöglichen.

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