Homeoffice mit Katzen So funktioniert das Miteinander am Schreibtisch
19.01.2026 - Lesedauer: 4 Minuten

Immer mehr Menschen arbeiten Zuhause. Doch Homeoffice mit Katzen kann zu einer echten Herausforderung werden. Wir verraten dir Tipps und Tricks für den neuen Joballtag.
Corona hat die Arbeitswelt nachhaltig verändert. Bevor die weltweite Pandemie uns alle in Atem hielt, verliessen die meisten von uns morgens das Haus, um ins Büro, die Agentur oder die Werkstatt zu gehen, und kamen abends nach getaner Arbeit wieder. Nun sind so viele Menschen von Zuhause aus tätig wie noch nie. Ein Trend, der auch nach Corona bestimmt nicht wieder ganz verschwinden wird.
Für viele ist das Homeoffice eine grosse Umstellung. Zähneputzen, duschen, sich in den Businesslook schmeissen und dann ab ins Auto oder die S-Bahn? Jahrelange Routinen fallen plötzlich weg. Vom Bett zum Schreibtisch sind es nur noch ein paar Meter. Manche schaffen es anfangs bis Mittag nicht mehr aus dem Schlafanzug.
Warum kann Homeoffice mit Katzen zum Problem werden?
Doch nicht nur für uns ist auf einmal alles neu: Auch für unsere Katzen ist der Alltag völlig anders. Sie sind es gewöhnt, einen Teil des Tages ohne ihre Besitzer zu verbringen. Für diese Zeit haben sie ihre eigenen Routinen entwickelt: Sie drehen eine Runde durch ihr Revier – ob in der Wohnung oder als „Freigänger“ auch draussen –, machen hier und da ein Nickerchen oder beobachten vom Fensterbrett aus die Menschen auf der Strasse. Doch nun bist du plötzlich wieder Teil ihres Alltags – und „störst“ sie in ihren Gewohnheiten. Damit es nicht zu Problemen kommt, muss also eine neue Routine her.

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Wie reagieren meine Katzen, wenn ich im Homeoffice bin?
Zunächst wahrscheinlich gar nicht. Schliesslich sind Sie es ja auch von den Wochenenden gewohnt, dass ihre Besitzer über einen längeren Zeitraum am Stück zuhause sind. Erst nach einiger Zeit werden sie merken: Hoppala, da stimmt was nicht! Die Reaktion darauf, dass du jetzt fast immer in ihrer Nähe bist, kann je nach „Katzentyp“ unterschiedlich ausfallen:
- Die anhänglichen, sehr menschenbezogenen Katzen: Für diesen Katzentyp ist deine Homeoffice-Situation das Paradies auf Erden! Endlich haben sie immer jemanden um sich herum, der ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Die Freude darüber kann sich darin äussern, dass sie ständig auf deinen Schoss wollen, immer wieder um deine Beine streichen und deine Telefonkonferenzen mit einem lautstarken Gemaunze stören.
- Die autarken Katzen: Du bist eher Untermieter*in deiner Katzen? Dann werden sie vielleicht genervt reagieren, wenn sie ihr Reich dauerhaft mit dir teilen müssen. Wahrscheinlich werden sie aber einfach weiterhin ihr Ding machen und sich darin keineswegs stören lassen – und dich dabei weitestgehend ignorieren.
Deine Stubentiger gehören zu Typ 1? Dann wird das Homeoffice mit Katzen wahrscheinlich eine Herausforderung. Es gibt aber einige Tricks wie ein friedliches Miteinander möglich ist.
Wie gestalte ich meinen Arbeitsalltag im Homeoffice mit meinen Katzen?
Katzen lieben Routine noch mehr als wir Menschen. In der ersten Zeit im Homeoffice neigen viele aber dazu, Routinen über den Haufen zu werfen. Das ist ein Fehler! Mach dir Gedanken, wie du deinen neuen Arbeitsalltag am sinnvollsten strukturieren kannst. Davon profitierst nicht nur du, sondern auch deine Tiere.
Checkliste Arbeitsalltags mit Katzen im Homeoffice
- Zieh dich vollständig an und mach dich fertig, bevor du startest.
- Frühstücke am Frühstückstisch und nicht am Schreibtisch und gönn dir eine erste Tasse Kaffee oder Tee.
- Leg eine Uhrzeit fest, zu der du am Schreibtisch sitzen willst.
- Nimm dir eine Stunde Zeit für deine Mittagspause – zur immer gleichen Zeit. Iss am Tisch und mach danach vielleicht einen kleinen Spaziergang.
- Mach immer ungefähr zur gleichen Zeit Feierabend. Fahre deinen Computer herunter, um den Arbeitstag abzuschliessen.
Anschliessend überlege dir, an welchen Stellen du etwas Zeit für deine Katzen integrieren kannst. Das kann eine ausgiebige Runde Spielen nach dem Frühstück sein. Oder eine Kraul-Einheit in der Mittagspause.

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Wie kann ich meine Katzen im Homeoffice beschäftigen?
Sie stören durch laute Geräusche, springen auf den Schreibtisch oder legen sich auf die Tastatur? Wenn man sie aussperrt, kratzen sie an der Türe oder miauen herzzerreissend? Zuhause zu arbeiten kann dann zu einer echten Herausforderung werden! Klar, Homeoffice mit Katzen kann auch lustig sein, wenn sie zum Beispiel partout beim Zoom-Meeting mitreden wollen. Aber auf Dauer ist das natürlich nicht tragbar.
Damit konzentriertes Arbeiten möglich ist, hilft es, die Katzen an deiner Arbeit „teilhaben“ zu lassen. Schaffe ihnen ein gemütliches Plätzchen nah bei deinem Schreibtisch und baue ihnen in einer Schachtel oder einem Körbchen ein kleines Bett. So können sie nahe bei dir sein und sich ab und zu eine kleine Streicheleinheit abholen – ohne dich bei deinen Aufgaben zu stören.
Doch wie schafft man es, dass die kleinen Tiger dort auch bleiben?
- Sinnvoll ist es auf jeden Fall, die Katzen vor dem Gang an den Computer erst einmal „auszupowern“. So sind sie vielleicht müde, machen erstmal ein Schläfchen und du kannst in Ruhe starten.
- Sind sie wach und wollen zu dir auf den Schoss, beschäftige dich kurz mit ihnen, weisen ihnen dann aber bestimmt wieder ihrem Platz zu.
- Wenn sie sich in ihr Bettchen zurückziehen, werden sie mit einem Leckerli für Katzen belohnt.
- Falls sie dennoch immer wieder stören, ignorieren sie konsequent.
- Nach einiger Zeit werden sie ihren Platz akzeptieren.
Tipp: Eine tolle Möglichkeit, um die Katzen von dir und deiner Arbeit abzulenken, ist ein neuer Kratzbaum. Möchtest du deinen Kratzbaum selbst bauen, findest du hier die passende Anleitung dazu.
Tipp der Redaktion:
So eine Computertastatur ist ein interessantes Spielzeug. Verlässt du kurz deinen Schreibtisch, speichere deine Arbeit unbedingt vorher ab. Nicht dass kleine Katzenpfoten versehentlich alles löschen!





