Arthrose beim Hund – Gelenkprobleme erkennen, behandeln und vorbeugen
28.08.2026 - Lesedauer: 12 Minuten

Arthritis causes dogs a painful daily life. With the right veterinary treatment plan, appropriate nutrition, exercise, and some home remedies, you can counteract joint degeneration.
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Hunde mit Arthrose leiden an einer chronischen Erkrankung der Gelenke, die vor allem ältere Hunde betrifft und regelmäßig in Tierarztpraxen diagnostiziert wird. Häufig ist die Rede davon, dass nur große Hunderassen von der Arthrose betroffen sind, dem ist aber nicht so. Genau wie wir Menschen kann leider auch jeder Hund unter Gelenkprobleme leiden, die im Alltag Schmerzen verursachen. Besonders nach längeren Ruhephasen zeigen sich häufig Beschwerden.
- Was genau ist eine Arthrose beim Hund?
- Symptome: Wie merkt man, ob ein Hund Arthrose hat?
- Diagnose: Was macht der Tierarzt bei Arthrose?
- Behandlung bei Arthrose: Therapiemöglichkeiten beim Hund
- Welche Schmerzmittel helfen bei Arthrose beim Hund?
- Was kostet eine Arthrose Spritze beim Hund?
- Operation – das letzte Mittel der Wahl
- Ernährung: Was dürfen Hunde mit Arthrose nicht essen?
- Hausmittel: Wie kann ich meinem Hund bei Arthrose helfen?
- Soll ein Hund mit Arthrose viel laufen?
- Ist Wärme gut bei Arthrose beim Hund?
- Was verschlimmert Arthrose beim Hund?
- Gelenkproblemen rechtzeitig vorbeugen
- Vorbeugenden Maßnahmen gegen eine Arthrose
- Gelenkschonende Spiele
Statistisch betrachtet leidet jeder fünfte Hund an dieser Gelenkerkrankung. Heilbar ist diese degenerative Veränderung der Gelenke nicht. Aber, umso schneller du die Symptome erkennst, desto grösser die Chancen auf ein langes und schmerzfreies Hundeleben mit Arthrose.
Wir erklären dir die Arthrose beim Hund und zeigen dir die therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten.
Was genau ist eine Arthrose beim Hund?
Unter dem Begriff „Arthrose“ versteht man eine in erster Linie degenerative, nichtentzündliche und nichtinfektiöse Gelenkerkrankung.
Bei der Hunde Arthrose handelt es sich daher um einen krankhaft chronischen Prozess, im Zuge dessen der Gelenkknorpel und weitergehend die umliegenden Strukturen zerstört werden. Betroffen davon sind vor allem die Hüftgelenke, aber auch Gelenke der Wirbelsäule und die Beingelenke. Grundsätzlich kann jedoch jedes Gelenk im Körper von Arthrose betroffen sein.
Tierärzte genauso wie Humanmediziner bezeichnen sie als Arthrosis deformans. Zu unterscheiden ist zwischen einer primären und einer sekundären Arthrose.
Primäre und sekundäre Arthrose
- Bei der primären Arthrose handelt es sich um die seltenere Form, bei der die genaue Ursache unbekannt ist. Sie kann mit einer genetischen Veranlagung einhergehen. Davon sind besonders Rassen betroffen, die eine grundsätzliche Prädisposition zu Gelenkproblemen aufweisen. Dazu gehören vor allem große Hunderassen wie Deutsche Dogge, Deutscher Schäferhund, Labrador oder Golden Retriever.
- Die wesentlich häufiger auftretende sekundäre Arthrose kennzeichnet eine Gelenkerkrankung, die infolge einer vorherigen Erkrankung entstanden ist. Häufig entwickelt sie sich als Folge von Fehlbelastungen oder Überbelastungen, Traumata, Gelenkentzündungen, angeborenen Fehlbildungen oder neurologischen Erkrankungen.
- Wird die Gelenkentzündung (Arthritis) nicht erkannt oder heilt unzureichend aus, kann es als Spätfolge zur chronischen Arthrose beim Hund kommen. Aber auch ein Kreuzbandriss und erblich bedingte Gelenkfehlstellungen (Hüftgelenksdysplasie) haben das Potenzial, zum chronischen Gelenkverschleiß zu führen.
- Auch ein mechanischer Verschleiß der Gelenke im zunehmenden Hundealter kann für schmerzhafte Gelenkprobleme verantwortlich sein.
- Zu den Arthrose verursachenden Faktoren können ferner zählen: falsche Ernährung, falsche Medikamente, Gifte, OPs am Gelenk, Übergewicht und Knochenerkrankungen wie Osteoporose im Welpen- oder Junghundealter.
Doch ob Dogge, Schäferhund oder Dackel – die Hunde-Arthrose kann leider jeden unserer Vierbeiner erwischen. Wichtig ist hierbei, dass du die Schuld nicht bei dir als Halter suchst.
Anders als bei der Arthritis – der akuten Erkrankung des Gelenks infolge einer Entzündung – ist die chronische Arthrose des Hundes nicht heilbar. Die Elastizität des Knorpelgewebes gibt nach, es entstehen Risse und der Knorpel wird nach und nach abgerieben. Im weiteren Verlauf wird schließlich auch der Knochen in den Krankheitsprozess einbezogen. Dabei kommt es zu Knochenzubildungen, die für mehr Stabilität sorgen sollen, gleichzeitig jedoch zu einer starken Reizung des umliegenden Gewebes führen können.
Die motorische Fähigkeit, d. h. das Abrollen, Strecken und Beugen der Hundegelenke hängt entscheidend von dem Zustand der Gelenkkapsel, Gelenkknorpel und der Gelenkflüssigkeit ab.
Die Gelenkkapsel erfüllt eine schützende Aufgabe:
- Der Gelenkknorpel polstert den Knochen an der beanspruchten Gleitstelle ab.
- Gleichzeitig funktioniert die Gelenkflüssigkeit in der Gelenkkapsel wie „Schmiere“ und gewährleistet so reibungslose Bewegung am Knorpel selbst. Sie versorgt darüber hinaus den Knorpel mit Nährstoffen und sorgt damit für seinen Aufbau und seine Elastizität.
Im Zuge einer Arthrose verändert sich der schützende Knorpel, gleichzeitig nimmt die Gelenkschmiere ab, da auch die Gelenkkapsel gereizt wird. Diese Veränderung kann bereits während einer akuten Arthritis beginnen. Der Knorpel wird poröser, unebenmäßiger, härter und wird immer weiter abgerieben, sodass Knochen aneinander reiben können. Der Teufelskreis beginnt, wenn es aufgrund von anhaltenden Gelenkentzündungen oder genetischer Disposition zu einer verminderten Produktion der Gelenkflüssigkeit kommt, womit es dem Gelenkknorpel an aufbauenden Nährstoffen fehlt und das Gelenk nicht ausreichend „geschmiert“ wird.

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Die Symptome einer Arthrose deines Hundes erkennen und tierärztlich diagnostizieren lassen
Kann dein Hund nur mit Anstrengung sein Hundebettchen verlassen? Fällt es ihm schwer, Treppen zu steigen? Oder hat er Schwierigkeiten aus dem Auto zu springen?
Wenn du diese Fragen mit Ja beantwortet hast, dann solltest du so schnell wie möglich mit deinem Vierbeiner bei einer Fachtierklinik oder einem auf Gelenkprobleme des Hundes spezialisierten Tierarzt vorstellig werden.
Die Arthrose beim Hund und der Schweregrad der Erkrankung lassen sich an den spezifischen Problemen des Bewegungsapparates deines Hundes ablesen und schlussendlich mit eingehender Diagnostik feststellen.
Erschwerend kommt jedoch hinzu, dass Hunde ihre Schmerzen lange Zeit verbergen oder auf eine unspezifische Weise zeigen, was es dem Hundehalter mitunter schwer macht, die Anzeichen einer Arthrose rechtzeitig zu erkennen.
Gelenkprobleme des Hundes erkennen:
- Das Aufstehen vom Schlaflager fällt dem Hund insbesondere morgens schwer, oder nach langen Ruhephasen.
- Steifheit der Gliedmassen, insb. der Hüfte oder der Wirbelsäule (gekrümmter Rücken)
- Anlaufschwierigkeiten nach Ruhephasen
- Stetige oder vorübergehende Lahmheit einzelner Gliedmassen
- Geschwollene oder verhärtete Gelenke
- Aufjaulen bei Berührung oder Berührungsunwille an den betroffenen Stellen (Rücken, Beine, Hüfte)
- Schonstellung der betroffenen Gelenke
- Allgemeine Bewegungsunlust
- Überwärmte und angeschwollene Gelenkstellen evtl. gerötet (bei akuter Entzündung)
Alle Symptome können sowohl bei älteren als auch bei jüngeren Hunden auftreten. Sie sind nicht gleichzusetzen mit „natürlichen“ Alterungsprozessen, sondern geben deutliche Hinweise auf eine schmerzhafte Erkrankung wie die Arthrose oder auch eine akute Arthritis beim Hund.
Typisch für chronische Gelenkprobleme beim Hund ist die sog. „Einlaufphase“, bei der der Hund zunächst Bewegungsprobleme und Bewegungsunlust anzeigt, die sich jedoch während eines Spaziergangs bessern.
Diagnose: Was macht der Tierarzt bei Arthrose?
In der Tierpraxis wird neben der notwendigen Blutbestimmung, die Aufschluss über mögliche Entzündungen geben kann, vor allem der Zustand der Gelenke überprüft. Das Röntgen der infrage kommenden Gelenkpartien ist unerlässlich und stellt den ersten Schritt in der Diagnose dar. Anhand der Röntgenbilder kann der Tierarzt die Lage und den Zustand des Gelenkknochens beurteilen, Knorpel erkennen und ausmessen.

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Behandlung bei Arthrose: Therapiemöglichkeiten beim Hund
Hat der Tierarzt bei deinem Hund einen chronischen Gelenkverschleiß diagnostiziert, der vielleicht noch mit einer Gelenkentzündung einhergeht, so gilt es zunächst, die Schmerzen des Hundes zu eliminieren. Dafür wird ihm der Tierarzt ein entsprechendes Schmerzmittel verabreichen. Bei einer gleichzeitigen Gelenkentzündung werden zudem entzündungshemmende abschwellende Medikamente gegeben.
Welche Schmerzmittel helfen bei Arthrose beim Hund?
Die Behandlung mit schmerzstillenden Mitteln ist unerlässlich, damit dein Hund die Schonhaltung aufgibt und anfängt, alle Gelenke ausgewogen einzusetzen. Das wiederum fördert die Produktion der wichtigen Gelenkflüssigkeit und entlastet andere Gelenke.
Schmerzmittel (Analgetika) belasten leider den Magen. Muss dein Hund über einen längeren Zeitraum sog. NSAIDs (nonsteroidal anti-inflammatory drug) einnehmen, so solltest du nichts riskieren und gleichzeitig ein magenschützendes Medikament, oder zusätzliche Magen-Darm unterstützende Präparate dazu verabreichen. So schützt du deinen Hund vor Magen-Darm-Problematiken wie Magen-Darm-Entzündungen, Dysbiosen oder Schlimmerem infolge von Schmerzmittelunverträglichkeit.
Gesellt sich zu einer chronischen Arthrose auch noch eine Arthritis, die selbst wiederum die Arthrose fördert, muss diese umgehend und vollständig ausgeheilt werden. Hierbei wird der Tierarzt deinem Hund eventuell zusätzlich ein kortisonhaltiges Mittel geben. Besprich deine Fragen oder Bedenken jederzeit mit deiner tierärztlichen Praxis und lass dich über mögliche Nebenwirkungen aufklären.
Was kostet eine Arthrose Spritze beim Hund?
Seit einiger Zeit gibt es für Hunde ein neues Schmerzmittel als Spritze gegen Arthrose. Das Medikament, das unter dem Namen Librela vertrieben wird, soll mit Hilfe von Antikörpern die Schmerzübertragung hemmen. Dazu neutralisiert es den Nervenwachstumsfaktor (NGF), ein Schlüsselprotein bei der Weiterleitung von Schmerzsignalen. Um die Arthroseschmerzen bei Hunden dauerhaft zu regulieren, wird eine regelmäßige Injektion im Abstand von etwa vier bis sechs Wochen empfohlen. Die Gabe sollte immer durch fachkundige Hände in der Tierarztpraxis erfolgen. Eine Arthrosespritze kostet zwischen 100 und 200 Euro. Die genauen Kosten sind dabei abhängig von der Größe und Gewicht des Hundes, da diese Faktoren die benötigte Medikamentenmenge maßgeblich bestimmen. Auch die Kosten für die tierärztliche Behandlung, die gemäß Gebührenverordnung (GOT) abgerechnet wird, fließen in diesen Preis ein. Lass dich bei Bedarf in deiner Tierarztpraxis beraten, ob bei deinem Vierbeiner eine Behandlung der Arthrose mit diesen Spritzen in Frage kommt.
Operation – das letzte Mittel der Wahl
Bei schwerwiegenden und fortgeschrittenen Gelenkproblemen, bei denen das betroffene Gelenk seine Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen kann, muss eine Operation in Betracht gezogen werden. Das sollte unbedingt mit einem Spezialisten besprochen und in einer entsprechenden Tierklinik vorgenommen werden.
Ernährung: Was dürfen Hunde mit Arthrose nicht essen?
Die meisten Hundehalter wissen, dass das Futter ihres Vierbeiners großen Einfluss auf die Beschaffenheit der Gelenke und das Immunsystem, somit auf die Entzündungsherde in den Gelenken, hat.
Ist dein Hund übergewichtig, muss er unbedingt auf Diät gesetzt werden. Hierbei kann der Tierarzt dir ein Spezialfutter für Hunde mit Gelenkproblemen empfehlen. Für eine dauerhafte Gewichtsreduktion spielen jedoch regelmäßige Bewegung und idealerweise eine begleitende Physiotherapie eine entscheidende Rolle. Bei einer Arthrose beim Hund muss der tägliche Auslauf sich den Bedürfnissen und krankheitsbedingten Möglichkeiten deines Hundes anpassen. Verzichte aber auch bei einem gelenkkranken (aber schmerzfreien!) Hund nicht auf angepasste Bewegungseinheiten, denn sie sind auf Dauer betrachtet selbst gute Medizin.
Um aus dem Teufelskreis der Gelenkentzündung und -abnutzung herauszukommen, bedarf dein Hund eines ausgewogenen Futters.
Gute Erfolge bei der Behandlung von Arthrose beim Hund konnten einige Vitamin- und Spurenelementpräparate erzielen, die zugefüttert werden. Halte dazu unbedingt Rücksprache mit deinem Tierarzt, denn auch ein Zuviel des Guten kann sich negativ auswirken.
Sinnvolle Futterergänzungsmittel bei Arthrose sind:
- Omega-3-Fettsäuren (Lein- und Fischöl)
- Vitamin C, E und Selen (Antioxidantien) mit entzündungshemmender, teilweise schmerzstillender Wirkung
- Glucosamin und Chondroitinsulfat (Grünlippmuschelextrakt), die gleicherweise Bestandteile der Gelenkknorpel und Gelenkflüssigkeit sind
- Collagen Typ I zur Regeneration der Gelenkknorpel
- Hyaluronsäure für eine verbesserte Gleitfähigkeit der Gelenkknorpel
- Lysozym, das Enzym als Katalysator und Aktivator des Immunsystems mit entzündungshemmender Wirkung
- standardisierte Futterergänzung für kranke Hundegelenke wie zum Beispiel „Ovomet“
Hinweis: Die Fütterung eines veterinärmedizinischen Diätfutters darf nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt erfolgen.
Hausmittel: Wie kann ich meinem Hund bei Arthrose helfen?
Da Arthrose beim Hund leider nicht heilbar ist, kannst du dich im Fall einer solchen Diagnose nur darauf konzentrieren, deinen vierbeinigen Liebling so gut wie möglich zu unterstützen und seine Schmerzen zu lindern. Sanfte Massagen regen beispielsweise die Durchblutung an und können wohltuend für deinen Vierbeiner sein. Informiere dich vorab über die richtigen Techniken und lass dir von einer fachkundigen Person zeigen, wie du deinen Hund bei Arthrose richtig massieren kannst. Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten können auch einige natürliche Hausmittel eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung haben:
Kurkuma bei Arthrose
Kurkuma ist auch unter dem Namen Gelbwurz bekannt und gilt nicht nur in der ayurvedischen Küche seit langem als natürliches Heilmittel bei Verdauungsbeschwerden und Entzündungen. Das goldgelbe Curcumin, das als Wirkstoff aus der Kurkumawurzel gewonnen wird, ist als Pulver, Paste oder in Tablettenform erhältlich und soll Entzündungsprozesse hemmen. Für Hunde und andere Vierbeiner gibt es spezielle Kurkuma-Präparate, die als Futterergänzungsmittel bei Arthrose verabreicht werden können.
Wichtig: Füttere deinem Hund keine Ergänzungsmittel, ohne vorab Rücksprache mit deinem Tierarzt gehalten zu haben. Insbesondere Kurkumaprodukte, die für den menschlichen Gebrauch entwickelt wurden, dürfen bei deinem vierbeinigen Liebling auf keinen Fall verwendet werden, da sie unter Umständen den für Hunde gefährlichen Emulgator Polysorbat 80 enthalten können. Des Weiteren ist nicht jedes Präparat gleichermaßen geeignet, da Kurkuma theoretisch in sehr hohen Dosen verabreicht werden müsste, um einen Effekt zu erzielen. Durch spezielle Aufbereitungsverfahren kann jedoch die Bioverfügbarkeit erhöht und damit die Aufnahme im Körper verbessert werden.
Ingwer bei Arthrose
Ingwerknollen gelten als natürliche Verstärker des Immunsystems und werden von Zweibeinern insbesondere in der kalten Jahreszeit gern vorbeugend gegen Erkältungen getrunken. Aber auch auf Hunde mit Arthrose kann die gelbe Knolle einen positiven Effekt haben: Ingwer wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend und kann sowohl in Form von Futterbeigaben als auch als Wickel zur äußerlichen Behandlung von Gelenkbeschwerden beim Hund eingesetzt werden. Lass dich zu den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Ingwer bei deinem Hund in der Tierarztpraxis beraten.
Grünlippmuschel bei Arthrose
Grünlippmuschel kann bei Hunden mit Arthrose unterstützend eingesetzt werden. Das aus der neuseeländischen Grünlippmuschel gewonnene Pulver enthält unter anderem Omega-3-Fettsäuren und Glykosaminoglykane, die Bestandteile des Knorpel- und Bindegewebes sind. Einige Hunde können von einer verbesserten Beweglichkeit und geringeren Gelenkbeschwerden profitieren. Die Wirkung ist jedoch individuell unterschiedlich und wissenschaftlich nicht abschließend belegt. Grünlippmuschel ersetzt daher weder eine tierärztliche Untersuchung noch eine geeignete Schmerztherapie. Präparat und Dosierung sollten mit der Tierärztin oder dem Tierarzt abgestimmt werden – besonders bei bekannten Allergien gegen Muscheln oder andere Meeresfrüchte.
Teufelskralle bei Arthrose
Die Teufelskralle ist eine afrikanische Heilpflanze, der eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird. Sie ist als Pulver, als Tabletten oder in flüssiger Form erhältlich und wird gern als natürliches Heilmittel bei Gelenkschmerzen oder Arthrose beim Hund eingesetzt. Bei einigen Hunderassen, die anatomisch bedingt zu Gelenkbeschwerden neigen, kann Teufelskralle auch prophylaktisch verabreicht werden. Besprich die Gabe von Teufelskralle unbedingt mit dem Tierarzt oder der Tierärztin deines Vertrauens, bevor du deinen Hund damit fütterst.
Soll ein Hund mit Arthrose viel laufen?
Ein Hund mit Arthrose möchte sich oft am liebsten wenig bis gar nicht bewegen, weil ihm jedes Aufstehen schwerfällt oder Schmerzen bereitet. Dennoch ist es sehr wichtig für ihn in Bewegung zu bleiben, damit sich die Schonhaltung nicht verfestigt und die Arthrose nicht noch schneller voranschreitet. Natürlich solltest du dabei jedoch Rücksicht auf den Zustand deines Vierbeiners nehmen. Oft sind sehr ausgedehnte Spaziergänge eine zu große Belastung für deinen Liebling. Versuche daher lieber ihn mehrmals am Tag zu kleineren Gassirunden zu animieren.
Typisch für die Arthrose beim Hund sind Gelenkschmerzen nach längerer Ruhepause, die sich mit ein wenig Bewegung bessern können. Achte jedoch darauf, dass deine Fellnase sich nicht verausgabt.
Ist Wärme gut bei Arthrose beim Hund?
Wärme kann dabei helfen, die Arthroseschmerzen bei deinem Hund zu lindern und die umliegende Muskulatur zu entspannen. Mit einem warmen Körnerkissen, einer Wärmflasche oder auch Rotlicht kannst du deinem Vierbeiner etwas Gutes tun. Beachte jedoch, dass Wärme nicht bei akuten Gelenkentzündungen (Arthritis) zum Einsatz kommen sollte, da sie in diesem Fall die Entzündung eher fördern kann. Bei Entzündungssymptomen wie geschwollenen, ohnehin schon erwärmten Gelenken kannst du besser mit kühlenden Wickeln helfen.
Was verschlimmert Arthrose beim Hund?
Neben verschiedenen Hausmitteln, die deinem Hund bei Arthrose guttun können, gibt es leider auch einige Umstände, die die Beschwerden eher verschlimmern.
Dazu gehört beispielsweise nass-kaltes Wetter. Besonders in der kalten Jahreshälfte können sich die arthrosebedingten Schmerzen bei deinem Vierbeiner verstärken.
Auch eine komplette Schonung oder Ruhigstellung der betroffenen Gelenke ist absolut kontraproduktiv: wird der Knorpel nicht durch moderate Bewegung mit Nährstoffen versorgt, führt das zu einem weiteren Fortschreiten der Arthrose. Achte also darauf, dass dein Hund sich regelmäßig den Umständen entsprechend angemessen bewegt und nicht zu lange Ruhephasen zwischen den einzelnen Spaziergängen liegen. Wichtig ist dabei allerdings auch, dass deine Fellnase sich nicht überanstrengt, denn auch das macht sich anschließend in Form von intensiven Gelenkschmerzen bemerkt.
Gelenkproblemen des Hundes rechtzeitig vorbeugen – geht das?
Zwar kannst du eine genetisch bedingte, sogenannte primäre Arthrose nicht aufhalten, aber die Symptome der Arthrose deines Hundes erheblich lindern. Umso eher mit den Gegenmaßnahmen begonnen wird, desto besser. Das gilt ganz besonders für die sogenannte sekundäre Arthrose, die als Folge anderer Erkrankungen der Gelenke, falscher Fütterung, Übergewicht oder aus überforderndem Bewegungszwang resultiert.
Vorbeugende Maßnahmen gegen Arthrose beim Hund:
Gewichtsreduktion
Vermeidung von Wachstumsstörungen
Rasse- und altersgerechter Umgang mit deinem Hund
Überbelastung vermeiden
Keine Sprünge
Passende Schlaf- und Liegeunterlage
Tipps für gelenkschonende Spiele für Jungspunde, arthrosegeschädigte Hunde und Senioren
Für junge, alte oder auch gelenkkranke Hunde eignen sich besonders gut jene gelenkschonenden Spiele, die die Mobilität des Hundes fördern, ohne die Gelenke zu belasten.
Suchspiele
Wasserspiele
Du siehst: Mit dem nötigen Wissen, der Unterstützung deines Tierarztes und deinem Einfühlungsvermögen steht einem ausgewogenen Hundeleben mit Arthrose fast nichts im Wege. Die Lebenserwartung eines Hundes mit Arthrose ist durch die Gelenkerkrankung selbst grundsätzlich nicht beeinträchtigt, allerdings ist die Lebensqualität im Endstadium einer Arthrose beim Hund natürlich schon eingeschränkt.





